Balkonkraftwerk-Rechner
Schätze den realistischen Jahres-Ertrag, die Stromkostenersparnis und die sinnvolle Batteriegröße für ein Balkonkraftwerk in Deutschland — abhängig von Modulanzahl, Ausrichtung, Neigung und Haushaltsgröße.
Balkonkraftwerk-Rechner
Schätze Stromertrag, Einsparung und sinnvolle Speichergröße für dein Balkonkraftwerk in Deutschland.
Deine Schätzung:
Jahres-Ertrag
599 kWh
Pro Tag (Ø)
1.64 kWh
Eigenverbrauchsquote
45 %
Einsparung / Jahr
86 €
Sommer-Peak / Tag
3.61 kWh
Winter-Tag
0.49 kWh
Empfohlener Speicher
1.9 kWh
Geschätzte Amortisation: ~8.4 Jahre (bei aktuellen Hardware-Preisen + 32 ct/kWh).
⚠️ Mit über 800 Watt Wechselrichter-Ausgangsleistung verlässt du die deutsche Bagatellgrenze für Balkonkraftwerke (Solarpaket I). Module dürfen bis 2.000 Wp installiert sein, aber der Wechselrichter muss auf 800 W gedrosselt sein. Andernfalls Anmeldung als reguläre PV-Anlage nötig.
Wie viele Module lohnen sich?
- 1 Modul (~450 Wp): ca. 280–350 kWh/Jahr, Einsparung 60–90 € — gut für Single-Haushalte mit niedriger Grundlast.
- 2 Module (~900 Wp): ca. 550–700 kWh/Jahr, Einsparung 130–180 €. Das gängige "Komplett-Set" der meisten Anbieter.
- 4 Module (~1.800 Wp, mit 800-W-Drossel): ca. 1.000–1.300 kWh/Jahr, Einsparung 230–330 € — sinnvoll mit Batteriespeicher, sonst geht Mittags-Überschuss ungenutzt ins Netz.
Ausrichtung & Neigung
| Konfiguration | Faktor | Praxis-Hinweis |
|---|---|---|
| Süd, 30–35° geneigt | 100 % | Idealfall, aber am Balkongeländer selten möglich. |
| Süd, senkrecht (Geländer) | ~70 % | Klassische Balkon-Installation. Winter etwas besser als 30°, Sommer schlechter. |
| Südost / Südwest senkrecht | ~65 % | Erträge gut verteilt über den Tag — entlastet die Mittagsspitze. |
| Ost oder West senkrecht | ~55 % | Lohnt sich noch — vor allem West-Module decken Abend-Grundlast. |
| Nord | ~35 % | Nur sinnvoll bei sehr günstiger Hardware. Strenger Verschattungs-Check vorher. |
Batteriespeicher — ja oder nein?
Ohne Speicher gehen 60–75 % deines PV-Stroms ins Netz — und das meistens kostenlos, weil Balkonkraftwerke selten einen Einspeise-Vertrag haben. Ein 1–2 kWh-Speicher hebt die Eigenverbrauchsquote auf 60–80 % und kann die jährliche Einsparung fast verdoppeln.
- 1 kWh Speicher (ca. 400–700 €): passt zu 1 Modul + 1-Personen-Haushalt.
- 2 kWh Speicher (ca. 700–1.100 €): passt zu 2 Modulen, 2–3 Personen — Sweetspot für die meisten Setups.
- 3+ kWh Speicher (ab 1.200 €): lohnt nur mit 4-Modul-Setup oder bei Plänen, die Speicher später auf eine Dach-PV zu erweitern.
Amortisation mit Speicher liegt typisch bei 7–10 Jahren, ohne Speicher bei 4–6 Jahren — die Hardware hält 20+ Jahre.
Rechtliches (Stand 2026, DE)
- Wechselrichter bis 800 W Ausgangsleistung — seit Solarpaket I (Mai 2024). Modul-Spitzenleistung darf bis 2.000 Wp betragen.
- Anmeldung nur noch im Marktstammdatenregister (online, 5 Minuten). Netzbetreiber-Meldung entfällt.
- Stecker: Schuko ist offiziell zulässig (vorher VDE-AR-N 4105 strenger). Trotzdem auf saubere Installation achten.
- Mietwohnung: seit Sommer 2024 hat man als Mieter Anspruch auf Zustimmung (außer bei berechtigten Bedenken wie Fassaden-Schutz).
- Zähler: alter Ferraris-Zähler darf rückwärtslaufen bis er getauscht wird (durch Netzbetreiber).
Wann lohnt sich das nicht?
- Stark verschatteter Balkon (Bäume, Nachbarhaus): jeder Schatten auf einer Zelle drosselt das ganze Modul ohne Bypass-Dioden.
- Sehr geringe Grundlast (Single, kaum zu Hause): viel Überschuss landet ungenutzt im Netz — dann lieber kleines 1-Modul-Setup statt 4er-Variante.
- Häufige Umzüge geplant: Aufbau lohnt erst ab 2–3 Jahren Wohndauer am selben Ort.
